2007-10-17

Museo Fortuny

Ein Freund hatte mir empfohlen die Ausstellung ‚When time becomes Art’ im venezianischen Palazzo Mueso Fortuny anzusehen. Nachdem ich etwas enttäuscht war von der Biennale Ausstellung in den Arsenalen, war ich gerne bereit, mich auf etwas anderes einzulassen. Und manchmal ist es ja gut, wenn man nicht weiss, was einen erwartet, vielleicht weil man offener ist, vielleicht lässt man sich leichter positiv überraschen... Schon der erste angenehme Eindruck war eine Arbeit von El Anatsui. Ihre aus Metallabfällen gefertigten Gewebe waren etwas unmotiviert in den Arsenalen gehangen. Hier wurde eine Arbeit aussen an der Fassade des Hauses angebracht. Die Einzelteile des Gewebes sind Abfallstücke aus Metallen von Flaschenverschlüssen etc. Im Wind knisterten es leise; und auch inhaltlich passte die Arbeit zu dem Palast, der einst einem Stofffabrikanten gehörte. Üppigkeit und Vergänglichkeit bezeugten die ausgestellten Stücke in einer Ausstellung, die an eine Wunderkammer erinnert. Wer in der kommenden Zeit nach Venedig fährt, sollte sich diese Schatzkammer nicht entgehen lassen.

Posted by steffi at 3:00 PM
Edited on: 2007-10-17 4:08 PM
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IMPERIAL WARA MUSEUM

Ein anderer Ort in London, der mich immer wieder anzieht ist das Imperial War Museum. Eigentlich wollte ich mir vor allem eine Ausstellung mit zeitgenössischen ‚War Artists’, bzw. deren Werken ansehen, aber viel anziehender war eine Ausstellung mit Propagandapostern aus den verschiedensten Ländern und Zeiten. Absolut sehenswert, erschreckend und auch zum Schmunzeln anregend- Beim Verlassen des Gebäudes allerdings liefen Mutter und Kind vor mir, eigentlich schon eine Performance-

Übrigens, wundert Euch nicht über die Qualität mancher Bilder- ich mache sie meistens mit meinem Telefon...  

Posted by steffi at 2:59 PM
Categories: art

LONDON- und immer wieder die Tate

London hat mich also wieder. Irgendwie scheine ich von der Stadt nicht loszukommen. Einer meiner Londoner Lieblingsorte ist die TATE- und das Members Cafe im 8. Stock. Momentan kann man dort die überraschend poetischen Arbeiten von Clare Harvey an Wand und Fenster sehen. Ja, und auch ‚Maman’ ist wieder da, die große Spinne von Louise Bourgeois. ‚Maman’ ist in den vergangenen Jahren viel gereist und ich habe sie in Bielefeld und in Tokio gesehen und jedes Mal hat sie sich optimal in die Umgebung eingepasst.  

Posted by steffi at 2:56 PM
Categories: art

Jetzt alles TAPETE!

Ja, die Documenta ist vorüber, und ja, ich muss sagen: endlich. 100 Tage, 600000 Besucher, 43 davon in meiner Wohnung als Übernachtungsgäste, über die ich mich sehr gefreut habe, die ich mir aber über das Jahr verteilt gewünscht hätte, zum Reden und mit mehr Ruhe. Aber: es gibt auf jeden Fall einen Grund, wieder nach Kassel zu kommen: Das wunderbare Tapetenmuseum. Es wird gerade darüber nachgedacht, es in anderen Räumlichkeiten zu präsentieren, doch bei der momentanen Finanzlage muss man vorsichtig sein mit Optimismus und eventuell wird das Museum irgendwann im kommenden Jahr vorübergehend geschlossen... fest steht noch nichts, aber gerade deswegen empfehle ich, es sich bald anzusehen;-)  

Posted by steffi at 2:53 PM
Categories: art

Tag des offenen Denkmals

Es ist erschreckend, wie wenig ich in den vergangenen Monaten in meinem Blog geschrieben habe...nicht, dass nichts passiert wäre in der Zwischenzeit! Beeindruckt hat michzum Beispiel der Besuch des ehemaligen Ateliers von Ruthuld Hahne am Wochenende des offenen Denkmals im Berliner Stadtteil Pankow. Ruthild Hahne, irgendwann zu Beginn des vergangenen Jahrhunderts geboren muss ein faszinierendes Leben geführt haben, Über den Ausdruckstanz kam sie zur Kunst, wurde Bildhauerin und nach dem 2. Weltkrieg siedelte sie von West nach Ostberlin. Sie wurde so etwas wie eine Staatsbildhauerin und erhielt den Auftrag zu einem großen Ernst Thälmann Denkmal, an dem sie 15(!!!) Jahre arbeiteten, bis das Projekt kurzerhand abgesagt wurde. Ihr Atelier und Wohnhaus in einer Bauhaussiedlung steht unter Denkmalschutz und ist so etwas wie ein Denkmal zu ihrer vergeblichen(?) Arbeit.

Posted by steffi at 2:48 PM
Categories: art